Osteoporosetherapie

Osteoporosetherapie
Um einem Abbau der Knochensubstanz und somit der Osteoporoseentstehung wirkungsvoll vorzubeugen, stehen im wesentlichen drei Therapieoptionen zur Verfügung.

Viel Bewegung, ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D sowie die Einnahme von Medikamenten.

Regelmäßiges Geh- oder leichtes Lauftraining, Kraft- und Koordinationstraining sowie Wassergymnastik dienen ebenso der Osteoporoseprophylaxe wie eine Kalzium- und Vitamin D-reiche Ernährung.

Eine ausreichende Kalziumzufuhr kann durch kalziumhaltige Mineralwasser sowie den Verzehr von Milchprodukten gewährleistet werden.

Vitamin D ist reichlich in Fisch, Eiern, Milch und Butter enthalten. Zudem wird es unter dem Einfluß von UV-Strahlung in der Haut gebildet.

Gerade ältere Menschen sollten sich daher möglichst täglich mindestens eine halbe Stunde im Freien aufhalten.

Eine beginnende Osteoporose, die sich über eine Knochendichtemessung feststellen läßt, wird in der Regel mit einer medikamentösen Basistherapie behandelt. Diese beinhaltet die tägliche Zufuhr von 1000mg Kalzium und 800-1000 IE Vitamin D. Die tägliche Kalziumzufuhr sollte 1500 mg nicht übersteigen.

Bei einer manifesten Osteoporose ist die frühzeitige Einleitung einer spezifischen medikamentösen Therapie von entscheidender Bedeutung, um drohenden Knochenbrüchen vorzubeugen bzw. das Folgerisiko für weitere Brüche zu reduzieren.

Als Medikamente der ersten Wahl haben sich in den vergangenen Jahren die sogenannten Bisphosponate etabliert, die den Knochenabbau wirksam verhindern und die vorhandene Knochenmasse stärken.

Die Bisphosponateinnahme erfolgt in der Regel als Tablette einmal wöchentlich oder einmal monatlich. Als alternative Applikationsform stehen Spritzen und Infusionen zur Verfügung, die einmal vierteljährlich bzw. einmal pro Jahr verabreicht werden.

Weitere Präparate, die sich im Rahmen der Therapie der manifesten Osteoporose als effektiv erwiesen haben, sind Raloxifen als selektiver Östrogen-Rezeptor-Modulator und Strontiumranelat.

Für therapieresistente Fälle steht Teriparatid (Parathormon) zur Verfügung.

Erfolgversprechende klinische Studien liegen mittlerweile für das Medikament Densumab vor. Hierbei handelt es sich um einen humanen monoklonalen Antikörper, der in der Lage ist, jene Zellen zu hemmen, die für den Knochenabbau verantwortlich sind. Ob dieses Präparat einen entscheidenden Fortschritt in der Osteoporosetherapie bedeutet, muss sich noch zeigen.

Als zertifizierte osteologische Praxis sind wir in der Lage anhand von anamnestischen Angaben, klinischem Befund und osteodensitometrischen Daten ein individuelles Riskoprofil zu erstellen und eine Ihren individuellen Bedürfnissen angepasste Osteoporosetherapie einzuleiten.
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